Die Anfänge unseres Ferienlagers

Wir schrieben das Jahr 1976.

Bereits fünfmal hatte Matthes „Moses“ Jansen als Betreuer das Ameland-Ferienlager der St. Marien-Gemeinde Kevelaer begleitet. Dabei entstand eine Idee, die bis heute nachwirkt: Warum nicht auch für die Kinder aus Twisteden ein eigenes Ferienlager auf die Beine stellen?

Mit dieser Idee wandte er sich an den Sportverein DJK SW Twisteden. Der damalige Vorsitzende Häns Paessens war sofort begeistert und sagte seine Unterstützung zu. Auch Pastor Heinrich Buddenkotte, der als Präses hinter dem Verein stand, befürwortete das Vorhaben von Anfang an.

Nun musste ein engagiertes Betreuerteam gefunden werden. Matthes schaute sich im Trainerkreis des Sportvereins um und sprach Johannes Kleuskens sowie Franz Wustmans an, die damals die D- und E-Jugend trainierten. Gemeinsam mit Arnold Jansen, vielen als „Schoppe Nöll“ bekannt, war das erste Betreuerteam komplett.

Als Nächstes stellte sich die Frage, wie viele Kinder mitfahren könnten. Die Entscheidung fiel auf 16 Jungen – Mädchen mitzunehmen, daran wagte man sich im ersten Jahr noch nicht. Matthes übernahm als Lagerleiter die Organisation und hatte selbst keine eigene Gruppe, sodass sich die 16 Teilnehmer auf die drei Betreuer verteilten.

Auch das Ziel war schnell gefunden: Eine Jugendherberge sollte es sein. Die Wahl fiel auf Nideggen in der Eifel – der perfekte Ort für zwei spannende Ferienwochen.

Natürlich durfte auch ein passendes Lagermotto nicht fehlen. Unter dem Titel „Twester Höckskes auf großer Fahrt“ begann das erste Ferienlager – und damit eine Geschichte, die Generationen von Kindern und Betreuern bis heute verbindet.

Bis zur Abfahrt mussten unzählige weitere Fragen geklärt werden. Material wurde organisiert, Planungen erstellt und schließlich alles in einem kleinen Anhänger verstaut, der von privaten PKWs gezogen wurde. So machte sich die erste Lagergemeinschaft auf den Weg in ein unvergessliches Abenteuer.

Das erste Lager war ein voller Erfolg. Viele der damals entstandenen Traditionen haben bis heute ihren festen Platz im Lagerleben. Dazu gehören unter anderem die Zimmerbewertung mit dem begehrten Lagerpokal, die Lagertaufe, das Vogelschießen – heute in moderneren Varianten – und viele weitere liebgewonnene Rituale.

Rückblickend lässt sich nur eine Frage stellen: War es nicht eine großartige Idee, die Matthes „Moses“ Jansen im Jahr 1976 hatte? Die Antwort geben die vielen unvergesslichen Ferienlager, die seitdem stattgefunden haben – und die zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Betreuer, die Teil dieser besonderen Gemeinschaft geworden sind.

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