Historie unseres Sportvereins

Auszüge aus der Festschrift zum 25jährigen Bestehen im Jahre 1974 und
Auszüge aus der Festschrift zum 50jährigen Bestehen 1949-1999 von Jan Opgenoorth


Nachkriegsjahre


„Der zweite Weltkrieg lag vier Jahre hinter uns..." Damals herrschte Mangel auf allen Gebieten. Die Gedanken und die Energie eines jeden einzelnen waren darauf gerichtet, das Allernotwendigste für das tägliche Leben herbeizuschaffen oder zu erhalten: Nahrung, Kleidung, Wohnung.

Viele Städte waren zerbombt, die Industriegebiete waren zerstört, die Landwirtschaft lag danieder, Vertriebene aus den Ostgebieten zogen zu Tausenden in unser Land, um hier eine neue Heimat zu finden.


Aber trotz der Trostlosigkeit konnte man aufatmen. Der Krieg war aus, die Diktatur weggefegt, ein neuer Anfang konnte gemacht werden.

Und als am 26. Juni 1948 die Währungsreform vorbei war, als die Deutsche Mark Wert hatte, da lagen auf einmal über Nacht wieder alle Geschäfte voll netter und guter Sachen. Mit einem Mal hatte all'die Trostlosigkeit ein Ende."


So erinnerte sich Gerhard Koenen in der Festschrift zum 25jährigen Vereinsjubiläum an die ersten schlimmen Nachkriegsjahre, an deren Ende die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden gegründet wurde.


Pläne und Beratungen


Unseres Wissens trugen sich bereits vor dem Kriege einige Twistedener und Kleinkevelaerer mit dem Gedanken, einen Sportverein zu gründen; denn nur so ist zu erklären, dass nach dem Inferno des II. Weltkrieges die Zeit reif war zu Gründung eines Sportvereins.


„Immer mehr wurde von einer Vereinsgründung gesprochen, immer neue Interessenten meldeten sich. In kleinen Gruppen hielt man auch schon Versammlungen ab und besprach Einzelheiten, aber etwas Endgültiges kam noch nicht zustande. - Das war für den Pfarrer des Dorfes, Pastor August Hegenkötter und den Schulleiter Gerhard Koenen der Augenblick, um helfend einzugreifen.


1949, Gründungsversammlung


Am 10. April 1949 fand auf Einladung des Pastors in der Gastwirtschaft Heuvens (gegenüber der alten Kirche, Anm. d. Verf.) eine Versammlung statt, zu der alle Jungmänner der Kirchengemeinde geladen waren, mit dem Ziel, einen Sportverein zu gründen. Die Versammlung wurde von Herrn Gerhard Koenen geleitet... Man beschloss an diesem Abend, den Verein unter dem Namen „Deutsche Jugendkraft Schwarz-Weiß Twisteden zu gründen." (aus der Festschrift zum 25jährigen Vereinsjubiläum)


Namengebung


DJK war für Gerhard Koenen und August Hegenkötter nicht nur ein Name, sondern war für sie als Kenner der katholischen Jugendbewegung das Programm einer Jugendpflege, die die Jugend besonders nach den fürchterlichen Irrungen der vergangenen Schreckensjahre der Herrschaft der menschenverachtenden Nationalsozialisten zukünftig auf dem „rechten Weg" begleiten und halten würde, einer Jugendpflege, die sich zum Ziel gesetzt hatte, sich um das Wohlergehen des ganzen Menschen zu sorgen, d. h. : ihm zu helfen, sich seelisch-geistig und körperlich zu ertüchtigen.


Im Wissen darum, dass „die DJK mehr ist als Sport", indem sie sich in besonderem Maße der christlichen Soziallehre verbunden weiß, wünschten August Hegenkötter und Gerhard Koenen eben diese Namensgebung für den Twistedener Sportverein, und die Mitglieder der Gründungsversammlung kamen diesem Wunsche nach.


Die greulichen Erlebnisse Gerhard Koenens als Soldat im Krieg, seine schwere Verwundung dort und der Umstand, dass er „in jungen Jahren" in der damaligen DJK „Roland" Kevelaer Sport getrieben hatte, mögen mit Sicherheit zusätzliche Beweggründe für die von ihm vorgeschlagene und von der Versammlung akzeptierte Namengebung gewesen sein.


1. Generalversammlung


Nun war der Verein zwar gegründet, aber bis zur Erlaubnis, die Vereinsarbeit aufzunehmen, vergingen noch zwei Monate. Am 09. Juni 1949 fand wiederum im Lokale Heuvens die erste Generalversammlung statt, nachdem die britische Militärregierung als westdeutsche Besatzungsmacht und die von ihr kontrollierte Kreisverwaltung in Geldern den Gründungsbeschluss genehmigt, die überörtlichen Sportfachverbände und nicht zuletzt der DJK-Diözesanverband Münster den Verein als ihr Mitglied aufgenommen hatten.


In dieser Versammlung wurde folgender (erweiterter) Vorstand gewählt.

  • Vorsitzender: Gerhard Koenen
  • Präses als geistlicher Beirat: Pastor August Hegenkötter
  • Stellv. Vorsitzender: Hans Holla
  • Kassierer: Heinrich van de Braak
  • Schriftführer: Bernd Böhner
  • Jugendobmann: Karl Tillmanns
  • Schülerobmann: Gerhard Koenen
  • Spielausschuss: Theodor Heuvens,
  • Obmann: Heinrich Cox
  • Beisitzer: Die Spielführer der I. und II. Mannschaft
  • Zeug- und Platzwart: Heinrich Aengeneyndt


Endgültiger Vorstand nach der 1. Generalversammlung am 14.01.1950 bei Cox H.

Geistlicher Beirat      Mgr. August Hegenkötter, Pfarrer
1. Vorsitzender        Gerhard Koenen
2. Vorsitzender        Paul Mülders
1. Kassierer            Heinrich van de Braak
2. Kassierer            Johann Dicks
1. Schriftführer        Bernd Böhner
2. Schriftführer        Paul Maags
Jugendobmann        Karl Tillmanns
Schülerobmann        Gerhard Koenen
Fußballausschuss     Obmann Theodor Heuvens, Beisitzer Heinrich Cox,
                           Spielführer I. Mannschaft + Spielführer II. Mannschaft

Die Mitglieder des Vereins 1949

 1. Aengeneyndt, Heinrich                             2. Aengenendt, Theo
 3. Ambrosius, Johann                                  4. Behr, Rudolf
 5. Bolz, Otto                                              6. Brauers, Peter
 7. Böhner, Bernd                                        8. van de Braak, Heinrich
 9. van de Braak, Paul                                 10. Cornellissen, Andreas
11. Cox, Heinrich                                        12. Cox, Matthias
13. Dicks, Johann                                       14. Elbers, Wilhelm
15. Hegenkötter, August                              16. Hendrix, Franz
17. Heuvens, Peter                                     18. Heuvens, Theo
19. Heuvens, Johann                                   20. Holla, Hans
21. Holla, Leo                                             22. Jansen, Johann
23. Kleuskens, Johann                                 24. Kleuskens, Jakob
25. Koenen, Gerhard                                   26. Koppes, Peter
27. Leukers, Johann                                    28. Maags, Paul
29. van Meegen, Jakob                               30. van de Meer, Peter
31. van de Meer, Jakob                               32. Mülders, Paul
33. Pasch, Matthias                                    34. Peters, Johann
35. Rother, Rudolf                                      36. Smits, Franz
37. Smits, Martin                                        37. Stenmans, Jakob
38. Stenmans, Jakob                                  39. Tillmanns, Karl


In den ersten Jahren ihres Bestehens war die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden ein „reiner" Fußballverein.


Einstieg ins Wettkampfgeschehen


Zu den im September 1949 beginnenden Meisterschaftsspielen in der untersten Kreisklasse wurden dem Fußballkreis 8-Kleve/ Geldern eine Seniorenmannschaft, eine Jugend- und eine Schülermannschaft gemeldet.


Die Mannschaften trugen schwarze Trikots - Kragen und Armstulpen waren weiß -, weiße Hosen und schwarz-weiße Stutzen.


Eine Viehweide von Aengeneyndt in Kleinkevelaer, am südlichen Ortsrand der Gemeinde Twisteden, wurde gepachtet und zum Sportplatz hergerichtet. Gelegenheit zum Umkleiden hatten die Spieler im Haus oder im Kuhstall bei Aengeneyndt; eine Waschgelegenheit gab es nicht.

Die Gastwirtschaft Anton Cox war das Vereinslokal.

Den ersten Spielball stiftete der Pastor August Hegenkötter.


„Feuertaufe"


Am Sonntag, dem 25.09.1949, bestritt die I. Mannschaft der DJK „Schwarz-Weiß" ihr erstes Meisterschaftsspiel gegen die I. Mannschaft der Union Wetten!

Am folgenden Morgen berichtete die Rheinische Post unter der Überschrift „Twisteden schlägt Wetten": „Der erste Knall in der zweiten Kreisklasse! Twisteden, der Neuling, schlägt Union Wetten! Erst hatten die Gastgeber wenig zu bestellen und Wetten erspielte bis zur Halbzeit einen 2:0 Vorsprung. Als dann aber die Gäste glaubten, den Sieg sicher zu haben, drehte Twisteden auf und konnte nicht nur gleichziehen, sondern schoss auch noch das Siegtor."


Widrigkeiten


Mit manchen Widrigkeiten hatte die Twistedener DJK zu kämpfen, besonders damals, als sie noch in ihren Kinderschuhen steckte. Beispielhaft wird an dieser Stelle der von Gerhard Koenen in der Festschrift zum 25jährigen Vereinsjubiläum aufgezeichnete Erlebnisbericht wiedergegeben:


„Folgendes Erlebnis sei hier berichtet, das sich sozusagen am Rande des Geschehens abspielte. Vorsitzender und Schriftführer hatten die Pässe für die spielenden Mannschaften ausgefüllt und mit Bildern versehen. Dabei waren auch einige Pässe von Spielern, die bisher in Kevelaerer Vereinen tätig waren und umgemeldet werden mussten. Das geschah bereits in der Geschäftsstelle des WFV (Westdeutscher Fußballverband) in Duisburg. Die Post lief langsam, und darum wollte die Vereinsspitze hinfahren, um so die Sache schneller zu bewerkstelligen. Da die Reise mit dem Zug auch mindestens 24 Stunden gedauert hätte, liehen die beiden sich bei einem Fußballfreund ein Motorrad , eine schwere 350er Wanderer aus der Vorkriegszeit. Der stolze Besitzer hieß Peter Heuvens.

Frühmorgens um 7.00 Uhr ging die Fahrt ab nach Duisburg, Böhner, der Rennfahrer, am Lenker. Rheinbrücken gab es damals in Duisburg noch nicht, so musste man mit der Fähre bei Orsoy übersetzen.

Die Hinfahrt und die Arbeit beim WFV in Duisburg verliefen glatt; dennoch wurde es dunkel, bis alles erledigt war. Auf der Rückfahrt kamen die beiden gut bis Sevelen. Da platzte der etwas dünn besohlte Hinterreifen der schweren Maschine, und die beiden mussten die restlichen 15 km bis nach Twisteden schieben.

Nachts um 2.00 Uhr kamen sie bitterböse in Twisteden an, aber sie hatten eine gute sportliche Leistung vollbracht. Die Pässe waren rechtzeitig zur Stelle."


Neuer Sportplatz

 

Der Sportplatz auf Aengeneyndts Kuhweide wurde schon bei seiner Abnahme durch den TKO (Technischer Kreisobmann) des Fußballkreises 8 wegen mancher Unzulänglichkeiten bemängelt, und deshalb beschloss der Rat der Gemeinde Twisteden, dem Antrag des Sportvereins stattzugeben, nämlich in die Planung der heutigen Quirinusstraße und des heutigen Hartjesweges zur Erschließung eines „Siedlungsgebietes" einen neuen Sportplatz mit einzubeziehen.

Im April 1950 begannen die Vereinsmitglieder mit den notwendigen Arbeiten, und ab der Saison 1951/ 52 konnte der neue Platz an der Quirinusstraße und am Hartjesweg bespielt werden.

Zehn Jahre später, 1962, wurde das Umkleidehaus mit den nötigen Wasser- und Elektroinstallationen fertiggestellt.


Komplette Mannschaftsstruktur


Erstmals in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte konnte die DJK „Schwarz-Weiß" ab dem Jahre 1958 außer zwei Seniorenmannschaften auch je eine Mannschaft der einzelnen Altersklassen im Fußball-Jugendbereich zu den Punktspielen melden.


Meisterschaft


Nachdem die I. Seniorenmannschaft im Jahre 1958 als Gruppensieger in die I. Kreisklasse aufsteigen konnte, war unser Verein in dieser Spielklasse, der jetzigen Kreisliga A, mit einer Unterbrechung 1964/ 65 bis zu seinem 25jährigen Jubiläum vertreten.


Altherren


Im Jahre 1966 gesellte sich zu den Senioren- und Jugendmannschaften eine Altherren-Mannschaft. Seit dieser Zeit ist die Altherren-Mannschaft fester Bestandteil des Sportgeschehens geworden. - Neun Jahre später, im Jahre 1975, wurde die damalige Altherren-Mannschaft der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden Diözesan-Pokalsieger!


Turnhalle - neue Möglichkeiten


Mit dem Bau der Turnhalle und deren Fertigstellung im Jahr 1969 konnte der Verein außer Fußball und Tischtennis, das bereits seit 1967 wettkampfmäßig betrieben wurde, Turnen und Gymnastik anbieten.

Die zunächst für Damen und später, in den ersten 70er Jahren, auch für Kinder eingerichteten Übungsstunden fanden einen unerwartet großen Zuspruch, und daran hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert.

Das erste Vereinsmitglied war Berti Opgenoorth, die im Jahre 1972 nach einem zehntägigen Intensivlehrgang in der DJK-Sportschule in Münster die Übungsleiter-Lizenz erwarb. Im Laufe der Zeit taten es ihr so viele aktive Vereinsmitglieder gleich, dass die DJK „Schwarz-Weiß" bis heute alle ihre sportlichen Angebote mit eigenen Übungsleiterinnen und -leitern durchführen konnte!


So bereicherten ab diesem Jahre die Gruppen „Kinderturnen" und „Mutter- und Kind-Turnen" das bereits bestehende sportliche Angebot, ein Riesenerfolg für die DJK und eine Bereicherung für das Dorfleben insgesamt.


Neben den Damen- und Jugendgruppen aller Altersstufen, deren Schwerpunkt mehr „Spiel und Gymnastik" ist, etablierte sich auch schon in der ersten Hälfte der 70er Jahre die „Leistungsgruppe - Turnen", die an manchen Wettkampfveranstaltungen bis hin zu den Turngaumeisterschaften teilnahm und beachtliche Erfolge erzielte.


.......





Abschied


Am 16. November 1974 fand im Saale Peters-Puyn die letzte Generalversammlung statt, die Gerhard Koenen, seit der Gründung 1949 ununterbrochen Vorsitzender der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden, leitete, in der er unter anderem die Mitglieder anlässlich weniger negativer Beispiele ermahnte, für alle Zukunft wenigstens das Maß an Disziplin, an Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl aufzubringen, wie es in den ersten zehn bis fünfzehn Jahren des Vereinslebens immer vorhanden war; ein gutes Klima in einem für Twistedener Verhältnisse großen Verein hätte auch Auswirkungen auf die ganze Gemeinde.


Zum Jubiläum im Juni 1974 merkte Gerhard Koenen an: „ Wir haben uns bemüht, in der Festschrift und durch unsere Veranstaltungen den Sportverein und damit den Sport darzustellen als ein Angebot für die Menschen der Gemeinde Twisteden, das ihnen, wenn sie davon Gebrauch machen, die Möglichkeit gibt, sich vor allem körperlich zu ertüchtigen und mit Gleichgesinnten Geselligkeit zu pflegen; ohne beides kommt der Mensch nicht aus!"


Im Protokoll der Generalversammlung vom 16. November 1974 heißt es zu Punkt 5 der Tagesordnung „Entlastung und Rücktritt des Vorstandes":

„ Der Vorsitzende (Gerhard Koenen) bat um Vorschläge für die Wahl des Versammlungsleiters ...Gewählt wurde Heinz Verrieth... Er nahm die Wahl an...Unter seiner Regie erteilte die Versammlung dem Vorstand Entlastung. - Der Vorstand trat zurück. Gerhard Koenen dankte allen, die mit ihm in den verflossenen 25 Jahren zusammengearbeitet hatten zum Wohle des Vereins und zum Wohle der Gemeinde Twisteden. Er stellte sich nicht mehr zur Wahl, nachdem er nun 25 Jahre lang den Vorsitz in der DJK „Schwarz-Weiß" innegehabt hatte. - Heinz Verrieth würdigte die Verdienste des langjährigen Vorsitzenden."


„Schwergeburt"


Jetzt musste ein „neuer" Vorsitzender gewählt werden.

Erwähnenswert ist, dass neun Mitglieder für „den Posten" des ersten Vorsitzenden vorgeschlagen wurden und keiner der Vorgeschlagenen bereit war, sich in dieses Amt wählen zu lassen. Die Wahl drohte zu scheitern. Auf dringende Bitten des Wahlleiters und vieler Versammlungsteilnehmer stellte sich einer der neun, Johannes Paessens, der Wahl. Johannes Paessens wurde dann mit der Mehrheit der Stimmen gewählt; er nahm die Wahl an und versprach, das ihm übertragene Amt nach besten Kräften auszuüben. - Auf seinen Antrag hin wurde sein Vorgänger Gerhard Koenen von den Versammelten einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.


Der „neue" Vorstand


  • Vorsitzender: Johannes Paessens
  • Präses als geistlicher Beirat: Pastor Heinrich Buddenkotte
  • Stellv. Vorsitzender: Josef Kaenders
  • Kassiererin: Brunhilde Kersten
  • Schriftführer: Jan Opgenoorth
  • Sozialwart: Heinz Strötges
  • Jugendobmann: Ludwig Gastens


Nun hatte die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden für die ersten beiden Jahre nach der „Ära Koenen" ihren Vorstand, der sich in seiner Zusammensetzung im Laufe der Jahre noch mehrmals ändern sollte. Allein die Besetzung des Amtes des ersten Vorsitzenden blieb bis zum 26.01.2001 dieselbe: Johannes Paessens. Er war damit 26 Jahre, 2 Monate und 10 Tage erster Vorsitzender!


.......


Einweihung des neuen Sportplatzes 1975


In Anwesenheit der Vertreter des Rates und der Verwaltung der Stadt Kevelaer, der Ortsvorsteher Gerhard Koenen und Johann Winkels von Twisteden und Kleinkevelaer, der Geistlichkeit von Twisteden, des Vorsitzenden des DJK-Kreisverbandes Niederrhein, des Vorsitzenden des Fußballkreises 8-Kleve-Geldern, der Vertreter benachbarter Vereine aus Wetten, Lüllingen, Walbeck und zahlreicher Twistedener und Kleinkevelaerer wurde der neue Platz am Sonntag, dem 13. Juli 1975, in einem würdigen Einweihungsakt-eingerahmt von Sport, Spiel und Tanz und einer geselligen Abendveranstaltung- offiziell und endgültig seiner Bestimmung übergeben.


Mit Freude und Stolz vernahmen die anwesenden Twistedener Sportler, Sportlerinnen und Sportfreunde aus dem Mund ihrer Gäste, dass der neue Sportplatz in Twisteden mit Abstand die schönste und beste Sportanlage im näheren und weiteren Umkreis darstellte, um die uns besonders die Nachbarvereine beneideten. Für diese Beurteilung war eindeutig ausschlaggebend, dass der neue Sportplatz ein Rasenplatz war, um den man gekämpft hatte und dessentwegen die Stadt Kevelaer beachtliche Mehrkosten hatte in Kauf nehmen müssen, da seitens des Landes Nordrhein-Westfalen damals kein Zuschuss für die Erstellung von Rasenplätzen gewährt wurde.

250.000,-- DM hatte die neue Anlage gekostet.


Zwei Hauptgründe zwangen zur Schaffung der neuen Sportanlage: Der alte Platz an der Quirinusstraße hatte nicht die in aller Regel anzutreffenden Ausmaße und gab deshalb bisweilen zu Klagen besonders mancher Gastmannschaften Anlass, und er reichte als einziger Platz für die aufgrund des Wachstums der Mitgliederzahlen des Vereins vermehrten Spielansetzungen nicht mehr aus.

Mittlerweile arbeiteten im Verein vier lizenzierte Übungsleiter, so dass das sportliche Angebot erweitert werden konnte - beides Gründe für den enormen Mitgliederzuwachs der letzten fünf Jahre.



In Memoriam


Im Jahre 1976 verstarb Gerhard Koenen, Mitbegründer der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden, seitdem 25 Jahre lang ununterbrochen Vorsitzender und zuletzt Ehrenvorsitzender, im Alter von gut 63 Jahren. In unserer und aller künftigen Mitglieder Erinnerung möge sein Hauptanliegen als eine Art Vermächtnis bleiben:


„Kameradschaft hat uns immer weit gebracht. Sie muss unbedingt erhalten bleiben. Das gelingt aber nur, wenn wir uns ehrlich um sie bemühen! ...Unser Verein bedarf einer großen Anzahl von Mitgliedern, die sich freiwillig und spontan als Helfer und Übungsleiter melden und betätigen in dem Bewusstsein, dass nur so der Sportverein und damit die Sportbewegung insgesamt die große und notwendige Aufgabe erfüllen kann, nämlich: den Dienst an der Gesellschaft zum Nutzen und Wohle der Gesellschaft" (Jahreshauptversammlung 1973). - Ein gehöriges Maß an Disziplin, Kameradschaft und an Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen in unserem für  Twistedener Verhältnisse so großen Verein ein gutes Klima, das dann auch Auswirkungen auf die ganze Gemeinde hat" (Generalversammlung 1974)


Das Pokalturnier um den „Gerhard-Koenen-Gedächtnispokal", das die A-Jugend-Mannschaft der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden mit meist sieben befreundeten auswärtigen A-Jugend-Mannschaften seit Ende der 70er Jahre jedes Jahr während der Jugendsportwoche austrägt, ist eine würdige Ehrbezeugung gegenüber dem Sportkameraden, dem die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden so viel verdankt!


Geselliges Treiben

Geselliges Treiben nahm im Jahre 1976 besonders großen Raum ein:
Mehr als 50 Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 13 Jahren der Gruppe "KInderturnen" feierten Karneval, machten Radtouren und unternahmen eine ausgedehnte Wanderung in die nahe Umgebung.
Für die Kinder der Gruppe "Leistungsturnen" war der Ausflug ins Waldschwimmbad nach Walbeck ein Erlebnis,
Im Sommer veranstalteten  die A- und B-Jugendlichen der Fußballjugendabteilung ein zehntägiges Lager in der Eifel in der Nähe Lutzerraths.
Ein wunderschönes Sommerfest für die Kinder Twistedens richteten die Mitglieder der Damen-Gymnastikabteilung auf dem Schulhof aus. Geplant als Fest für die Kinder, wurde es ein Fest für alle, vornehmlich auch für die älteren Mitbürger unseres Dorfes.


Ferienlager

Geburt einer Idee und deren Verwirklichung,
ein Bericht von Matthias Jansen

"Wie alles begann..

Schon seit Beginn der 50er Jahre führen die Pfarrgemeinden St. Marien und St. Antonius Kevelaer Ferienlager für Kinder auf der holländischen Nordseeinsel Ameland durch. Diese Fahrten werden ausschließlich für Kevelaerer Kinder durchgeführt.
Nur in wenigen Ausnahmefällen konnten Kinder oder Betreuer aus Twisteden bei einem Kevelaerer Amelandferienlager mitfahren. In den Jahren 1971 bis 1975 hatte Matthias Jansen, Mitglied der DJK SW Twisteden, die Möglichkeit, als Betreuer an fünf Amelandferienlagern teilzunehmen. Aus den hierbei gewonnenen Erfahrungen entwickelte er die Idee, auch in Twisteden ein vergleichbares Ferienangebot für Kinder zu organisieren und durchzuführen.

Das erste Ferienlager ...

Im Frühjahr des Jahres 1976 wurde die Idee, ein eigenes Ferienlager für Twistedener Kinder zu organisieren, mit Johannes Paessens, dem Vorsitzenden des Sportvereins DJK SW, erörtert. Spontan zeigte die DJK Interesse an dem Vorhaben und war bereit, ein Ferienlager durchzuführen. Das erste Lager fand dann in den Sommerferien 1976 in der Jugendherberge der Stadt Nideggen in der Eifel statt. Neben dem Lagerleiter Matthias Jansen, den Betreuern Arnold Jansen, Johannes Kleuskens und Franz Wustmans nahmen 16 Jungen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren an der Ferienfreizeit teil. 15 Tage dauerte sie. Ein Elternbeitrag von 80,-- DM wurde erhoben.
Das Lager stand unter dem Motto "Tweester Höckskes auf großer Fahrt".

Bei diesem sowie bei allen folgenden DJK-Lagern standen das Erleben einer großen Gemeinschaft, das Miteinander bei den Spielen, die Freuden an nicht kommerziell ausgerichteten kreativen Angeboten und Unternehmungen im Vordergrund. Auch auf die religiöse Ausrichtung wurde Gewicht gelegt; sie prägte den besonderen Charakter der DJK-Lager.
Um auch die vielen Mädchen der DJK "Schwarz-Weiß" in die Ferienlager einzubeziehen, wurde bereits im Jahre 1977 ein gemeinsames Ferienlager für Jungen und Mädchen in Altenkirchen durchgeführt.
Insgesamt 45 Jungen und Mädchen erlebten unter dem Motto "Steinzeitfamilie" 18 schöne Ferientage. 
Die Durchfürhung gemeinsamer Ferienlager für Mädchen und Jungen erwies sich als positiv und stellte eine Bereicherung des Lagerlebens dar. Demzufolge wurden ab dem Jahre 1977 alle späteren Lager für Mädchen und Jungen gemeinsam angeboten.
Es folgten die Ferienlager in Wuppertal 1978 unter dem Motto "Sesamstraße", in Arnsberg 1979 unter dem Motto "Raumbasis Arnsberg 2002", in Monschau 1980 unter dem Motto "Auf den Spuren von 1001 Nacht" und in Hermeskeil 1981 unter dem Motto "Dschungellager".

Das sechste und siebte Lager -

Die DJK-Ferienlager bis einschließlich 1981 wurden alle in Jugendherbergen durchgeführt. Die Versorgung durch die dortigen Küchen war gegeben. Bedingt durch eine geringere öffentliche Förderung der Jugendherbergen verteuerten sich die Unterkunftskosten dermaßßen, dass die DJK "Schwarz-Weiß" gezwungen war, sich für die folgenden Ferienlager um alternative und zugleich günstigere Unterkunftsmöglichkeiten zu bemühen.

Diese wurden zunächst auf der holländischen Ferieninsel Ameland auf einem Bauernhof in der Ballumer Bucht gefunden. Dort fanden die Ferienlager der Jahre 1982 und 1983 mit mehr als 90 Teilnehmern statt. Da es sich bei diesen Lagern um Selbstverpflegungslager handelte, war es notwendi, geeignete Kochfrauen zu gewinnen. Neben Gerda Paessens, die die Organisation des Küchenteams übernahm, bildeten Käthe Kaenders, Berti Opgenoorth, Henny Rademacher und Gerda Rommen das erste Kochfrauenteam der Twistedener DJK-Lager.
Die Amelandlager "Schatzinsel" sowie "Nordseestrand und Sonnenbrand op Ameland" waren bestimmt durch die zusätzlichen Möglichkeiten, die das Meer, der Strand und die Dünen boten. Eine Kutterfahrt gehörte dementsprechend ebenso zum festen Programmangebot der Lager wie beispielsweise das Schwimmen im Meer oder der Burgenbauwettbewerb.

Es folgten die Ferienlager in Prüm 1984 unter dem Motto "Die Jagdgründe am Rio Prüm" und in Herbstein bei Fulda im Naturpark "Hoher Vogelsberg" 1985 unter dem Motto "Auf den Spuren der Gallier".

Mit dem Lager in Herbstein endete die DJK-Ferienlager-Ära von Matthias Jansen, der in allen bisherigen Lagern als Lagerleiter fungiert hatte. Die Nachfolge als Lagerleiter trat Holger van Elten an, der schon im Ferienlager Altenkirchen als Kind mitgefahren, im Lager Arnsberg in der Betreuerschulungsgruppe war und der zum ersten Mal im Lager Monschau und ab da in fast allen folgenden Lagern als Betreuer teilgenommen hatte.
Seit dem Jahre 1986 also leitete Holger van Elten alle folgenden Ferienlager der DJK "Schwarz-Weiß" - ohne Unterbrechung!
Eine beispielhafte Leistung vollbrachte auch Gerda Paessens: Seit 1982 bis zum heutigen Tag nahm sie ebenfalls ohne Unterbrechung als Kochfrau an den DJK-Ferienlagern teil!
Es folgten die Ferienlager in Prüm 1986 unter dem Motto "Twester Leut zur Ritterzeit", in Freienohl 1987 unter dem Motto "So wie im Märchen", auf Ameland 1988 unter dem Motto "Traumschiff - In 22 Tagen um die Welt", auf Ameland 1989 unter dem Motto ""Amerika total", in Assinghausen 1990 unter dem Motto "Unsere kleine Stadt", in Prüm 1992 unter dem Motto "Ägypten - Land der Pharaonen" und in Assinghausen 1993 unter dem Motto "Lilliput - Sagenhaftes Zwergenland".

Das neunzehnte Ferienlager

Im Jahre 1994 erlebten 81 Kinder mit 13 Betreuern und fünf Kochfrauen 21 schöne Tage auf der Ferieninsel Ameland unter dem Motto "Wikinger erobere de Waterkant op Ameland". Holger van Elten fasste seinerzeit kurz zusammen: "Das Amelandlied ,Dort wo die Wogen branden, schreiend die Möwe zieht....' auf den Lippen, begaben sich die Twistedener Urlauber diesmal als unerschrockene Wikinger wieder zur beliebten Nordseeinsel. Und wieder begegneten sie Käptn Hans, der zur interessanten und spannenden Wattwanderung einlud. Auch Programmpunkte wie Wikingertag, Traumhochzeit, Hitparade, Theaterstück, Taufe am Strand, Betreuersuche, Spiel ohne Grenzen oder Stadtspiel sorgten für abwechslungsreiche und unterhaltsame Tage auf Ameland."

Für die Lagerzeitung schrieben Daniela Schmetten und Melanie Elsemann unter der Überschrift "Wattwanderung mit Käptn Hans": "Am Montag sind wir so gegen 15.00 Uhr aufgebrochen, um nach ca. einer Stunde Marsch an unserem Ziel anzugelangen. Am Wattenmeer waren wir mit Käptn Hans, einem alten, erfahrenen Seemann, 70 Jahre alt, verabredet, um eine Wattwanderunng zu machen. Alleine ist das zu gefährlich, deshalb hatten wir ihn engagiert.
Er erzählte uns lehrreiche Geschichten über das Watt, über Wattwürmer, Muscheln und Krebse.
Er erzählte uns, wie Ameland mal aussah, dass es viel kleiner war, bevor der Deiche weiter in Richtung Festland gebaut wurde. - Er berichtete, dass sein Großvater auf dem Meer umgekommen war, dass seine Familie vom Fischfang und Robbenjagen gelebt hatte. Damals gab es taused Seehunde auf Ameland, und man durfte sie hier jagen. Heute zum Glück nicht mehr.
- Er erzählte auch, dass es früher viele Bauern gab, heute aber die meisten vom Tourismus und von Ferienlagern leben. - Später erklärte er uns, wie man sich im Watt verhalten muss, wie man Muscheln zum Essen vorbereitet und dass Wattwürmer sehr lecker sind. Als er einen Wattwurm verspeiste, sahen alle mehr oder weniger begeistert zu. Auch einige Kinder probierten Muscheln, der erste mutige war Daniel Raffs.
- Auf einer Muschelbank sammelten wir dann noch viele schöne Muscheln, die wir mit ins Lager nahmen. - Nach fast 90 Minuten im Watt machten wir uns auf den Heimweg nach einer interessanten Wanderung mit Käptn Hans.- Mit ihm wurde übrigens schon 1989 die Wattwanderung unternommen und 1983 eine Kutterfahrt!" -

Es folgten die Ferienlager in Prüm 1995 unter dem Motto "Zeitmaschine - Twester Leut in jeder Zeit", in Brilon-Nehden 1996 unter dem Motto "Twisteden in Disneyden", in Assinghausen 1997 unter dem Motto "Old Shatterhand in Sauerländ" und in Prum 1998 unter dem Motto "Afrika - Zwischen Affen und Lianen...".
Im Jubiläumsjahr 1999 wird folgen das 24. Ferienlager der DJK SW in Brilon-Nehden;
die Vorbereitungen laufen seit Monaten!

Zum ersten Mal

Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte konnte die DJK im Jahre 1978 eine "reine" A- und eine "reine" B-Jugendfßballmannschaft zu den Meisterschaftsspielen melden, da Wember A-Jugendliche in dieser Saison bei der DJK spielten; weder unser Verein un noch viel weniger Germania Wemb hatten die genügende Anzahl A-Jugendlicher, um eine "reine" A-Jugendmannschaft aufzustellen, und so kam es in dieser Saison zu einer "kleinen Fusion" mit Wemb.

Zum ersten Mal erwarb ein Mitglied der DJK SW im Sommer 1978 die Schiedsrichterbefähigung, Fußballspiele in der Verbandsliga zu leiten, Jakob Jeuken, der sich bis zum heutigen Tag neben seiner Schiedsrichtertätigkeit in besonderem Maße auch um die Sportjugend des Vereins kümmerte.

Zum ersten Mal organisierten einige Damen der Gymnastikabteilung die "Maiwanderung der DJK SW", die länger als ein Jahrzehnt eine feste Größe im Jahresprogramm des Vereins war. Der Zuspruch der Twistedener und Kleinkevelaerer Bevölkerung war enorm; einige Male trafen sich morgens auf dem Schulhof weit mehr als 100 Frauen, Männer, Jugendliche und vor allem Kinder, um die Twistedener Umgebung zu erwandern. Unterwegs wurde gesungen - Klampfen (Wandergitarren) waren immer dabei! Während der Rast ließenn sich alle Teilnehmer die heißen Knackwürstchen mit Brötchen, die Limo, die Cola oder das kühle Bierchen schmecken, Proviant, den der Vereinswirt Jan Thyssen zur vereinbarten Zeit an den vereinbarten Ort brachte.
Spiele für die Kinder fanden statt. Und zum Abschluss der Maiwanderung kehrten viele in der "Gärtnerklause" bei Jan Thyssen ein und saßen noch lange Zeit gemütlich beisammen.
Mitte der 90er Jahren stellten die Verantwortlichen des Vereins die Maiwanderung ein:
Andere Gruppierungen veranstalteten am 1. Mai ebenfalls Wanderungen für die Familien ihrer Mitglieder, und immer mehr verbreitete sich die Sitte des Maibaum-Richtens auch am Niederrhein; in vielen Ortschaften setzten zahlreiche Straßennachbarschaften am Vorabend des 1. Mai ihren Maibaum, so auch in Twisteden.

Emanzipiert
Im Jahre 1979 belegten die Spielerinnen der Damenfußballmannschaft - der Kader bestand damals aus 18 Aktiven - den siebten Platz der Tabelle ihrer Spielgruppe. Die Damengruppe innerhalb der Fußballabteilung hatte sich bereits 1975 gegründet und seit August 1977 wettkampfmäßig gespielt.
Im Februar 1986, nach fast 10jährigem Bestehen, löste sich die Gruppe "Damenfußball" auf;
der Zuspruch besonders innerhalb des Vereins hatte im Laufe der Jahre mehr und mehr abgenommen.

30 Jahre alt
Zur Feier des 30jährigen Bestehens der DJK SW Twisteden fand vom 23.6.-01.07.1979 eine Sportwoche statt - ähnlich der anlässlich des Jubiläums von 1974. Alle im Verein betriebenen Sportarten wurden demonstriert, alle Mitglieder aller Abteilungen wurden auf den Sportplätzen und in der Turnhalle aktiv: die Altherrenmannschaft, die beiden Seniorenmannschaften in ihren Altersgruppen von A bis F, die Turnerinnen der Gruppe "Leistungsturnen", die beiden Kinderturngruppen und die Damen der Gymnastikabteilung. Ein Volkslauf, eine große Verlosung und eine Tanzveranstaltung waren die Farbtupfer des Geburtstagsprogramms.

Zum Glück gezwungen

Zu Anfang des Jahres 1980 wurde die DJK SW Twisteden mit einer Idee des Kevelaerer Haupt- und Finanzausschusses konfrontiert, der sie zunächst rat- und fassungslos gegenüberstand: Der Sportplatz an der Quirinusstraße, der alte Sportplatz, sollte zur Wohnbaufläche umgewidmet werden. Der alte Sportplatz, der ein Jahr nach der Vereinsgründung 1950 mit viel Mühe erstellt worden war, auf dem im Laufe der Vereinsgeschichte so viele denkwürdige Ereignisse verschiedenster Art stattgefunden hatten, an die vornehmlich die Sportfreunde "fortgeschrittenen Alters" liebe Erinnerungen knüpften, der alte Sportplatz, der für den Verein fast so viel bedeutete wie die Pfarrkirche für die Pfarrgemeinde, dieser alte Sportplatz sollte jetzt so plötzlich verschwinden! - "Unmöglich!" meinten die meisten Vereinsmitglieder.
Und die Hauptverantwortlichen der DJK SW Twisteden glaubten, nach fünf Jahren des Genusses zweier wertvoller Übungsanlagen wieder auf den Stand von vor 1975 zurückgeworfen worden zu sein. Doch das Problem wurde gelöst: Ein Ausgleich wurde geschaffen, indem man dem Verein den Bau eines "ganz neuen" Sportplatzes mit allen erforderlichen Einrichtungen als Ersatz längs des "neuen" Sportplatzes von 1975 versprach, der dann nach seiner Fertigstellung im Jahre 1982 in allen Belangen besser war als der alte. Einziges Restproblem war das Umkleidehaus, das ja zwischen dem alten und dem neuen Sportplatz lag und somit gan am Rande der zu schaffenden Wohnbaufläche. Aber auch diese Problem wrude verhältnismäßig schnell und zügig gelöst, wie man später in dieser Schrift nachlesen kann.
Der ausgezeichnet verfasste Report in der Rheinischen Post vom 6. März 1980 verdeutlicht das damalige Problem und dessen Lösung hervorragend:
 


Fortsetzung folgt...