Wenn im Spätherbst die Tage kürzer werden, die Blätter sich bunt verfärben und die Temperaturen in den einstelligen Bereich sinken, endet für viele Rennradsportler die Freiluftsaison. Nicht so bei den Radsportbegeisterten des DJK Twisteden. Sie tauschen ihr Rennrad gegen ein Mountainbike ein und halten sich so über den Winter fit für die nächste Rennradsaison. Mountainbiken  am Niederrhein? Ja, das geht! Und so manch ein Flachländer wäre überrascht über die welligen Reviere in der Region, die es sogar in sich haben. Immer wieder gibt es kurze, knackige Anstiege, die den Puls in die Höhe treiben und die Touren zu einem Intervalltraining werden lassen.

Für die Twistedener sind die Maasduinen mit ihren ausgewiesenen Mountainbikestrecken das Hausrevier. Aber auch im Tüschen- und Hochwald (Sonsbecker Schweiz), im Reichswald und in der Leucht (zwischen Alpen, Issum und Kamp-Lintfort) wird regelmäßig gefahren.

Der Saisonauftakt aber ist das mittlerweile traditionell erste November-Wochenende in den nahen Mittelgebirgen.

Diesmal waren es 19 Frauen und Männer, die sich in Fahrgemeinschaften auf den Weg ins Sauerland gemacht haben. Schon um 10.00 Uhr am Anreisetag erwarteten drei ortkundige Mountainbiker die Twistedener, um sie über ihre schönsten Trails zu führen.

Nicht enden wollende Anstiege und lange, technisch anspruchsvolle Abfahrten gibt es am Niederrhein natürlich nicht, so dass am Ende des Tages die Beine müde und der Hunger und Durst groß waren. In geselliger Runde ließ man den Tag gemütlich ausklingen und ging früh schlafen, um am nächsten Tag wieder fit im Sattel zu sitzen.

Auch diesmal hatte Petrus ein Einsehen und ließ es erst regnen, als alle wohlbehalten und frisch geduscht wieder auf dem Heimweg waren. Ein gelungener Auftakt in die Wintersaison.